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Warenwirtschaft für den Modehandel: Systeme im Vergleich 2026

Zehn Systeme von advarics bis SYLOG WAWI 6.0, sachlich sortiert nach Fokus, Architektur und Preismodell. Dazu die Funktions-Checkliste entlang der Prozesskette des Modehandels, von der Limitplanung bis zur Abschrift.

Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026 14 Min. Lesezeit 10 Systeme im Überblick

Offenlegung vorab

Dieser Marktüberblick stammt von DezemberHub. Wir bieten selbst eine Warenwirtschaft für den Schuh-, Mode- und Sporthandel an und stehen damit in dieser Liste. Die Übersicht ist alphabetisch sortiert und keine Rangfolge; alle Angaben zu Fremdsystemen beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen mit Standangabe. Zu den genannten Anbietern bestehen keine Geschäftsbeziehungen.

Dieser Überblick vergleicht 10 Warenwirtschaftssysteme für den Modehandel nach Fokus, Architektur und Preismodell (Stand: Juli 2026). Eine Warenwirtschaft für den Modehandel führt Artikel in Größen, Farben und Kollektionen und steuert die komplette Prozesskette: von der Limitplanung über Order, Wareneingang und Filialsteuerung bis zu Kasse, Inventur und Onlineshop-Anbindung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Belegten Modehandels-Fokus haben unter anderem prohandel (laut Anbieter exklusiv Mode-Einzelhandel), advarics (Lifestyle-Handel), Ariston HIS::WIN (größenbezogener Einzelhandel) und DezemberHub (Schuhe, Mode, Sport).
  • Öffentliche Preise nennen zum Stand Juli 2026 fünf Anbieter: FashionLager (Einmalkauf, Basismodul 349 € zzgl. MwSt.), FEE-Software (Kasse ab 39,90 € im Monat), hiltes (Miete ab 59 € im Monat), Indigo (Miete 159 € je User im Monat) und DezemberHub (ab 50 € Grundgebühr plus 50 € je gleichzeitig laufender Kasse).
  • Der letzte neutrale Systemvergleich der Branche, die BTE-Studie WWS im Modehandel mit 27 untersuchten Systemen, stammt von 2018 und ist kostenpflichtig.
  • Entscheidende Funktionen: Größen- und Farbverwaltung, Limitplanung, EDI, NOS-Automatik, Abschriften, Filialsteuerung und die Frage Cloud oder lokale Installation.
Stand: Juli 2026. Alle Angaben zu Fremdsystemen stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen, vor allem den Anbieter-Websites. Preise und Funktionsumfänge können sich ändern; verbindlich sind allein die Angaben des jeweiligen Anbieters. Wo uns keine belegbare Quelle vorlag, schreiben wir das ausdrücklich dazu.

Was ist eine Warenwirtschaft für den Modehandel?

Eine Warenwirtschaft für den Modehandel (auch Mode-WWS oder Mode-WaWi) ist ein Warenwirtschaftssystem, das die Besonderheiten von Bekleidung, Wäsche und Accessoires abbildet: jeden Artikel als Matrix aus Größen und Farben, wechselnde Kollektionen und den festen Saisonrhythmus. Sie verbindet Einkauf, Lager, Filialen, Kassensystem und Onlineshop und zeigt den Lagerbestand in Echtzeit.

Der Saisonrhythmus, also der feste Takt aus Frühjahr/Sommer- und Herbst/Winter-Kollektionen mit Vororder Monate vor dem Verkaufsstart, prägt dabei jeden Prozess: Was heute geordert wird, kommt erst in der nächsten Saison auf die Fläche und muss am Saisonende abverkauft sein.

Der BTE Handelsverband Textil beschreibt diese Prozesskette in seiner Studie WWS im Modehandel (2018, 27 untersuchte Systeme, kostenpflichtig): Warenwirtschaft beginnt bei der Limitplanung und reicht über Einkauf, Logistik, Wareneingang und Lieferantenmanagement bis zum Verkaufsprozess, einschließlich Berichtswesen, Inventur, Finanzbuchhaltung, Lieferantenkommunikation und angebundener Online-Shops. (Quelle: BTE) Ein aktueller, frei zugänglicher Marktüberblick fehlte bislang; genau diese Lücke soll dieser Artikel schließen.

Welche Funktionen braucht eine Warenwirtschaft im Modehandel?

Elf Funktionsbereiche entscheiden über die Alltagstauglichkeit: Limitplanung, Order und Vororder, Wareneingang mit EDI, Größen- und Farbverwaltung, NOS-Automatik, Filialsteuerung, Kassensystem, Inventur, Abschriften, Auswertungen sowie Onlineshop- und Marktplatz-Anbindung. Die Checkliste folgt der Prozesskette, wie sie auch die BTE-Studie zugrunde legt.

  • Limitplanung: legt fest, wie viel Einkaufsbudget je Saison, Warengruppe und Lieferant zur Verfügung steht. Das System sollte Limits gegen bereits georderte Mengen laufen lassen, damit du im Showroom nicht überorderst.
  • Order und Vororder: Vororder werden Monate vor Saisonstart erfasst, mit Ordermengen und Lieferterminen je Kollektion. Die Orderverwaltung überwacht offene Liefertermine und meldet, was fehlt.
  • Wareneingang mit EDI: per EDI (elektronischer Datenaustausch) liefern Markenlieferanten Artikelstammdaten, EANs und Lieferscheine digital. Die Ware wird per Barcode-Scan gegen die Order eingebucht, Etiketten druckt das System direkt.
  • Größen- und Farbverwaltung: das Variantenmanagement führt ein Modell als Matrix aus Größen und Farben statt als Dutzende Einzelartikel. Der Größenspiegel zeigt je Modell, welche Größen verkauft und welche noch am Lager sind, und macht Nachorder-Entscheidungen datenbasiert.
  • NOS-Automatik: NOS steht für Never out of Stock: Dauerartikel wie Basics, die immer verfügbar sein sollen. Das System überwacht Mindestbestände und schlägt Nachbestellungen automatisch vor, getrennt von der Saisonware.
  • Filialsteuerung: Filialmanagement mit Zentrallager, Filialbelieferung und Umlagerungen zwischen Standorten. Der Bestand aller Filialen muss in Echtzeit abrufbar sein, sonst verkauft die Fläche am Bedarf vorbei.
  • Kassensystem: eine integrierte Kasse verbucht jeden Verkauf sofort in der Warenwirtschaft, kennt Kundenkarte, Gutscheine, Umtausch und Retouren und erfüllt die TSE-Pflicht.
  • Inventur: Zählung per Smartphone oder Scanner statt Zähllisten, wahlweise als Stichtagsinventur oder permanente Inventur mit laufender Verarbeitung.
  • Abschriften: Abschriften sind die Preisabschläge auf Saisonware zum Saisonende, vom ersten reduzierten Preis bis zum Schlussverkauf. Das System sollte jede Abschrift je Artikel und Filiale dokumentieren und auswertbar machen.
  • Auswertungen: Berichtswesen mit Abverkaufsquoten und Lagerumschlag: Der Lagerumschlag misst, wie oft sich der durchschnittliche Warenbestand pro Jahr verkauft, eine der wichtigsten Kennzahlen im Modehandel. Dazu gehört eine Fibu-Schnittstelle für den Steuerberater.
  • Onlineshop- und Marktplatz-Anbindung: Omnichannel heißt: ein Bestand für Laden, Onlineshop und Verkaufsportale wie Zalando, Shopify oder Shopware, mit automatischem Bestandsabgleich und sauberer Retourenabwicklung.

Wie DezemberHub diese Punkte konkret umsetzt, zeigt die Branchenseite für den Modehandel.

Welche Warenwirtschaftssysteme gibt es für den Modehandel?

Am deutschsprachigen Markt sind unter anderem advarics, Ariston HIS::WIN, DezemberHub, FashionLager, FEE-Software, hiltes, Indigo Fashion Software, prodress, prohandel und SYLOG WAWI 6.0 vertreten. Die folgende Tabelle und die Steckbriefe sind alphabetisch sortiert und bewusst keine Rangfolge nach Qualität; DezemberHub ist unser eigenes System und als solches gekennzeichnet.

Wischen, um alle Spalten zu sehen

System Fokus laut Anbieter Architektur Preise
advarics Lifestyle-Handel: Mode, Sport, Schuhe, Accessoires Cloud (Web-App im Browser) Mietmodell, auf Anfrage
Ariston HIS::WIN Größenbezogener Einzelhandel: Schuhe, Textil, Sport, Lederwaren, Arbeitsschutz, Orthopädie Lokale Installation im Windows-Netzwerk oder Cloud (HIS::ASP) Keine Angabe auf der Website (Stand Juli 2026)
DezemberHub (unser System) Schuhe, Mode, Sport (DACH) Cloud, auf Wunsch lokale Datenhaltung, Kasse offline-fähig Öffentlich: ab 50 € plus 50 € je Kasse, monatlich kündbar
FashionLager Mode-, Textil- und Schuh-Einzelhandel, bis 6 Filialen Lokale Installation unter Windows, keine Cloud-Variante Öffentlich: Einmalkauf, Basismodul 349 € zzgl. MwSt.
FEE-Software Textileinzelhandel (Fachgeschäfte in DACH) Windows-Programm, Datensicherung auf Wunsch in die Cloud Kasse ab 39,90 € im Monat; Warenwirtschaft ohne öffentliche Preise (Stand Juli 2026)
hiltes Mode, Sport, Schuhe, Bettwaren und Heimtextilien; bis Multifilialisten und Warenhäuser Lokale Installation oder Cloud-Betrieb Öffentlich: Miete ab 59 € im Monat, alternativ Kauf
Indigo Fashion Software Mode und Textil: Hersteller, Marken, Großhandel, Einzelhandel Browserbasierte Web-Lösung, Rechenzentren in Hamburg und Berlin Öffentlich: Miete 159 € je User im Monat oder Kauf 3.900 € je User
prodress Fashion: Hersteller, Großhandel, Einzelhandel Cloud (webbasiert) oder On-Premise; Windows und macOS Keine Angabe auf der Website (Stand Juli 2026)
prohandel Exklusiv Mode-Einzelhandel Keine belegte Angabe Auf Anfrage
SYLOG WAWI 6.0 Textiler Einzelhandel: Boutique bis Filialkette Keine Angabe auf der Website (Stand Juli 2026) Keine Angabe auf der Website (Stand Juli 2026)

advarics

advarics bietet laut Anbieter eine vollständig cloudbasierte Warenwirtschaft mit Kasse für den Lifestyle-Handel an: Mode, Sport, Schuhe und Accessoires. Das System läuft als Web-App im Browser auf beliebigen Geräten; die Kernmodule heißen advarics.retail (Warenwirtschaft) und advarics.cash (Kasse mit Offline-Fähigkeit). Für den elektronischen Datenaustausch mit Lieferanten ist advarics an das BTE Clearing Center angebunden und laut Anbieter Technologiepartner für Zalando Connected Retail. Abgerechnet wird über ein Mietmodell; konkrete Preise auf Anfrage (Anbieterangaben, Stand Juni 2026).

DezemberHub als advarics-Alternative im Detail →

Ariston HIS::WIN

HIS::WIN von Ariston Informatik ist laut Anbieter auf den größenbezogenen, modischen Einzelhandel spezialisiert und bietet Branchenlösungen für Schuhhandel, Textil- und Modehandel, Sporthandel, Lederwaren, Arbeitsschutz und Orthopädie. Seit 1986 wurden nach Anbieterangaben über 1.000 HIS-Lizenzen installiert; das Kassensystem HIS::POS zählt über 1.400 Installationen, der größte Anwender betreibt mehr als 160 Filialen. Kern des Systems ist die Größen-Farb-Matrix; architektonisch stehen die lokale Installation im Windows-Netzwerk und die Cloud-Variante HIS::ASP aus dem Rechenzentrum mit automatisierter Datensicherung zur Wahl. Dokumentiert sind außerdem NOS-Funktionen mit automatischer Nachbestellung per EDI, Anbindungen an Clearing-Center wie ANWR DCC, ECC, BTE und Sport 2000 Clearing sowie Marktplatz-Anbindungen unter anderem an Amazon, eBay und schuhe.de. Seit 2017 gehört Ariston zur Brandt-Retail-Gruppe. Öffentliche Preise sind auf der Website nicht auffindbar. (Quelle: aristoninformatik.com, abgerufen: Juli 2026)

DezemberHub als HIS-Alternative im Detail →

DezemberHub (unser eigenes System)

DezemberHub ist die Warenwirtschaft mit Kasse und KI-Assistent für den Schuh-, Mode- und Sporthandel im DACH-Raum. Für den Modehandel heißt das konkret: Kollektionen und Saisons mit Vororder, Ordermengen und Lieferterminen, Größen- und Farbvarianten als Matrix, NOS und Saisonware getrennt geführt, Abschriften je Kollektion dokumentiert und Artikelstammdaten samt EANs automatisch über die Clearing-Anbindung. Die integrierte Kasse ist TSE-konform, offline-fähig und verbucht jeden Verkauf sofort im Bestand.

Die Preise sind öffentlich: ab 50 € Grundgebühr im Monat plus 50 € je gleichzeitig laufender Kasse, Ersatzkassen sind kostenlos, monatlich kündbar. Das optionale Online-Modul bringt die Kollektion zu Zalando, Amazon, Otto und über 50 weiteren Kanälen und wird rein nutzungsbasiert abgerechnet; ohne Online-Verkauf entstehen keine Zusatzkosten.

Zur Einordnung in eigener Sache: DezemberHub konzentriert sich auf den Einzelhandel mit Schuhen, Mode und Sport im DACH-Raum. Für reine Großhandels- oder Herstellerszenarien sind andere Systeme die passendere Wahl.

FashionLager

FashionLager von NBD Systems aus Greifswald richtet sich laut Anbieter an den mittelständischen Mode-, Textil- und Schuh-Einzelhandel und nennt über 900 registrierte Installationen in Deutschland und Europa. Das System wird lokal installiert und läuft unter Windows; eine Cloud-Variante wird nicht angeboten, verteilte lokale Datenbanken für Filialen sind möglich. Verwaltet werden bis zu 6 Filialen und bis zu 5 zusätzliche Kassenarbeitsplätze; je Größenschlüssel sind bis zu 56 Einzelgrößen plus 4 frei definierbare Artikel-Optionen möglich, etwa für Farbe oder Länge. Die Preise sind öffentlich und als einmalige Lizenzgebühr angelegt: unter anderem 349 Euro für das Basismodul und je 249 Euro für Client und Kasse, jeweils zzgl. MwSt.; laufende Gebühren fallen laut Anbieter nicht an. Die Kasse nutzt eine Hardware-TSE, eine eShop-Schnittstelle und eine Shopify-Anbindung sind verfügbar. Zu EDI-Funktionen macht die Website keine Angabe. (Quelle: fashion-lager.de, Preisliste, abgerufen: Juli 2026)

FEE-Software

FEE-Software aus Linz am Rhein bietet eine Komplettlösung aus Warenwirtschaft, Kasse und Kundeninformationssystem für den Textileinzelhandel an. Das 1986 vom Textileinzelhändler Hanns-Joachim Heepenstrick gegründete, inhabergeführte Unternehmen betreut nach eigenen Angaben über 1.000 Fachgeschäfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, von der Boutique bis zum Einzelhändler mit Filialnetz. Die Software läuft als Windows-Programm; laut Anbieter reicht ein aktueller Computer mit Windows 10 oder 11, Datensicherungen erfolgen auf Festplatte, USB-Stick oder auf Wunsch in die Cloud. Dokumentiert sind unter anderem 99 Warengruppen mit 30 Größen je Warengruppe, EDI über das BTE Clearing-Center mit Nachrichtenarten wie PRICAT, ORDRSP, DESADV und INVOIC, NOS- und Bestellvorschläge sowie Filialverwaltung als Zusatzmodule und eine TSE-konforme Kasse. Als einzige öffentliche Preisangabe nennt der Anbieter die Kassenmiete ab 39,90 Euro im Monat; für die Warenwirtschaft sind keine Preise auf der Website auffindbar. (Quelle: fee-software.de, abgerufen: Juli 2026)

hiltes

Die HILTES Software GmbH aus Leer besteht seit 1983; das 2022 vorgestellte HILTES 5000 ist die neueste Generation der Warenwirtschaft nach Fashion 2000, Fashion 3000 und HILTES 4000 und laut Anbieter für den Betrieb in der Cloud optimiert. Es richtet sich an Mode-, Sport- und Schuhhändler, Spezialisten für Bettwaren und Heimtextilien sowie Multifilialisten und Warenhäuser. Kunden wählen zwischen Kauf und Miete sowie zwischen lokaler Installation und Cloud-Betrieb. Drei Varianten haben öffentliche Ab-Mietpreise: Express ab 59 Euro im Monat (1 Standort, 1 Anwender, 1 Kasse), Basic ab 119 Euro und Professional ab 249 Euro im Monat, erweiterbar bis 9.999 Filialen. Dokumentiert sind außerdem ein eigener EDI-Konverter, NOS-Bestellwesen, die Kasse WinCash 5000, CRM und mobile Apps. Der Anbieter nennt ca. 1.400 Kunden und ca. 25.000 Installationen im Bereich Non-Food-Einzelhandel und Industrie. (Quelle: hiltes.com, Produkt- und Preisseite, abgerufen: Juli 2026)

Indigo Fashion Software

Indigo Fashion Software der trendwaerts GmbH aus Hamburg ist eine komplett browserbasierte Warenwirtschaft für die Modebranche, die laut Anbieter ohne Installation im Browser läuft; die Server stehen in zwei getrennten Rechenzentren in Hamburg und Berlin. Als Zielgruppe nennt der Anbieter Unternehmen aller Größen aus Mode, Bekleidung, Lifestyle und Textilhandel, von Herstellern und Marken über den Großhandel bis zum Einzelhandel; die Branchenseite für Schuhe stellt vor allem den Schuhgroßhandel heraus. Dokumentiert sind unter anderem ein Vororder-Modul, EDI im EDIFACT/EANCOM-Format, Retourenverwaltung, Vertreterabrechnungen sowie Onlineshop- und Portal-Anbindung; ein Kassenmodul und eine Filialverwaltung nennen die von uns ausgewerteten Produktseiten nicht. Die Preise sind öffentlich: Miete 159 Euro je User im Monat bei jährlicher Abrechnung und mindestens 3 Usern, alternativ Kauf für einmalig 3.900 Euro je User zzgl. 17,5 Prozent jährlicher Weiterentwicklungsgebühr; Enterprise-Preise auf Anfrage. (Quelle: indigo-fashion-software.de, Preismodelle, abgerufen: Juli 2026)

prodress

prodress wurde nach eigenen Angaben 1983 in Bielefeld gegründet, hat heute seinen Hauptsitz in Rottach-Egern und zählt über 150 Kunden mit rund 1.000 täglich aktiven Anwendern. Die modulare Warenwirtschaft für die Fashion-Branche richtet sich laut Anbieter an Textilhersteller, Textilgroßhandel sowie Einzelhandels-, B2B- und B2C-Unternehmen, mit Spezialisierung auf die Verwaltung von Farben und Größen. Die Software gibt es wahlweise als webbasierte Cloud-Variante oder On-Premise, für Windows und macOS. Dokumentiert sind unter anderem automatisierte Nachbestellungen über Mindestbestände, der eigene EDI-Konverter proEDI, das direkt angebundene Kassensystem proPOS mit Bestandsabfragen anderer Filialen und Umbuchungen zwischen Standorten sowie eine Shopify-Integration mit iPad-App für die Ordererfassung. Öffentliche Preise sind auf der Website nicht auffindbar. (Quelle: prodress.de, abgerufen: Juli 2026)

prohandel

prohandel aus Bielefeld entwickelt seit 1998 Software für den Modehandel und beschreibt seine Warenwirtschaft als exklusiv für den Mode-Einzelhandel gebaut. Seit 2017 gehört das Unternehmen zur Softwaregruppe Total Specific Solutions (TSS). Zum Angebot zählen laut Anbieter Kassensysteme, eine mobile App für Inventur, Wareneingang und Filialtransfer sowie EDI- und NOS-Funktionen; als Zielgruppen nennt der Anbieter Boutiquen, Filialisten und große Einzelhäuser. Eine öffentliche Preisliste war nicht auffindbar, Konditionen auf Anfrage (Anbieterangaben, Stand Juni 2026).

DezemberHub als prohandel-Alternative im Detail →

SYLOG WAWI 6.0

Die WAWI 6.0 wird von der Limmer Soft GmbH aus Kreuzau entwickelt und über die Website mode-wawi.de der SYSTEMLOGIK mbH & Co. SYLOG KG vertrieben. Der Anbieter bezeichnet das System als bewährte Lösung für den textilen Einzelhandel seit 1983, adressiert die Boutique bis zur Filialkette und nennt mehr als 300 Anwender. Die EDI-Verarbeitung ist standardmäßig integriert und läuft über das BTE-Clearing-Center; unterstützt werden Vorgangsarten wie PRICAT, ORDERS, ORDRSP, DESADV, SLSRPT und eINVOIC, ein optionales NOS-Programm sendet täglich Verkaufsmeldungen an Lieferanten. Zum System gehören die Touchkasse LS-600T, mobile Datenerfassung, GoBD-/DSFinV-K-Konformität und eine Webshop-Anbindung, bei der die Warenwirtschaft die zentrale Steuerung übernimmt. Zur Architektur (lokale Installation oder Cloud-Betrieb) und zu Preisen macht die Website keine Angabe. (Quelle: mode-wawi.de, limmersoft.de, abgerufen: Juli 2026)

Worin unterscheidet sich eine Mode-Warenwirtschaft von einer Standard-Warenwirtschaft?

Der Kernunterschied ist das Variantenmanagement: Ein Modeartikel existiert nicht als einzelner Stammsatz, sondern als Matrix aus Größen und Farben, oft in mehreren Kollektionen pro Jahr. Eine Standard-Warenwirtschaft führt Artikel dagegen typischerweise einzeln und kennt weder Vororder noch Abschriften als eigene Prozesse.

  • Saisonlogik statt Dauersortiment: Kollektionswechsel, Saisonware und Abschriften bestimmen den Kalender. Eine generalistische WaWi oder ein generisches ERP kennt diese Zyklen nicht als eingebaute Prozesse.
  • EDI und Clearing-Center: im Modehandel laufen Artikelstammdaten, Orders und Lieferscheine elektronisch zwischen Lieferant und Händler, häufig gebündelt über ein Clearing-Center. Ohne diese Anbindung tippst du jede Kollektion von Hand ein.
  • Konsignation: bei Konsignationsware bleibt die Ware bis zum Verkauf Eigentum des Lieferanten und wird erst danach abgerechnet. Eine Mode-WaWi bildet diese Konsignationsabrechnung ab, Standardsysteme meist nicht.
  • Flächenbewirtschaftung: Flächenbewirtschaftung heißt, Sortiment und Bestand an der Produktivität der Verkaufsfläche auszurichten, also am Umsatz je Quadratmeter. Dafür braucht es Auswertungen, die Warengruppen, Flächen und Filialen zusammen betrachten.
  • Kasse als Teil des Systems: im Modehandel gehört das Kassensystem zur Warenwirtschaft, damit Abschriften, Umtausch und Kundenkarte direkt im Bestand und in den Auswertungen landen.

Wie eng verwandt die Anforderungen im Schuhhandel sind, zeigt unser Vergleich der Schuhhandels-Systeme: Warenwirtschaft für den Schuhhandel: Der große Vergleich 2026.

Was kostet eine Warenwirtschaft für den Modehandel?

Viele Anbieter nennen Preise nur auf Anfrage. Öffentlich belegt sind zum Stand Juli 2026 fünf Angaben: FashionLager lizenziert per Einmalkauf, unter anderem 349 Euro zzgl. MwSt. für das Basismodul und ohne laufende Gebühren laut Anbieter. FEE-Software startet mit seiner Kassensoftware ab 39,90 Euro im Monat. hiltes vermietet seine Warenwirtschaft je nach Variante ab 59 Euro im Monat, alternativ ist ein Kauf möglich. Indigo nennt 159 Euro je User im Monat oder 3.900 Euro Kaufpreis je User. DezemberHub kostet ab 50 € Grundgebühr im Monat plus 50 € je gleichzeitig laufender Kasse, Ersatzkassen sind kostenlos, monatlich kündbar.

Für die Gesamtkosten zählen neben der Softwaregebühr vor allem: die Anzahl der Kassen und Filialen, kostenpflichtige Zusatzmodule (etwa Onlineshop- oder Marktplatz-Anbindung), das Lizenzmodell (monatliche Miete oder Einmalkauf wie bei FashionLager laut Anbieter) sowie Einrichtung, Datenübernahme und Schulung. Frag bei jedem Angebot nach, welche dieser Posten enthalten sind; die Preisspanne zwischen zwei Angeboten erklärt sich fast immer über diese Nebenkosten.

Unser eigenes Preismodell mit allen Details findest du auf der Preisseite.

Wie wählst du das richtige System aus?

Vier Kriterien grenzen die Auswahl schnell ein: Betriebsgröße und Filialstruktur, Cloud oder lokale Datenhaltung, der Weg der Datenmigration und der Support im Alltag. Teste die Endauswahl anschließend mit deinen eigenen Artikeln und Abläufen, nicht mit Demo-Daten.

  • Betriebsgröße: eine Boutique mit einer Kasse hat andere Anforderungen als ein Filialist mit Zentrallager. Prüfe, ob das System mit deiner Struktur wächst, ohne dass du in ein anderes Produkt wechseln musst.
  • Cloud oder lokal: Cloud bedeutet Zugriff von überall, automatische Updates und keinen eigenen Server; lokale Datenhaltung bedeutet volle Kontrolle im eigenen Haus, aber auch eigene Wartung und Backups. Manche Anbieter kombinieren beides.
  • Datenmigration: kläre vor der Entscheidung, wie Artikelstammdaten, Bestände, Kundendaten und offene Gutscheine aus dem Altsystem übernommen werden und wer diese Arbeit macht. Ein Parallelbetrieb neben dem Bestandssystem senkt den Umstellungsstress deutlich.
  • Support und Vertrag: achte auf erreichbaren Support in deiner Zeitzone, transparente Konditionen und die Vertragslaufzeit. Monatlich kündbare Modelle halten den Anbieter dauerhaft in der Pflicht.

Steht ein Wechsel vom Altsystem an, lohnt der Blick auf den Ablauf: So funktioniert der Wechsel zu DezemberHub. DezemberHub kannst du 30 Tage kostenlos und parallel zu deinem Bestandssystem testen, ohne Zahlungsdaten. Keine automatische Verlängerung.

Häufige Fragen zur Warenwirtschaft im Modehandel

Was ist NOS (Never out of Stock)?

NOS steht für Never out of Stock und bezeichnet Dauerartikel im Modehandel, etwa Basics, Wäsche oder Standardjeans, die unabhängig von der Saison immer verfügbar sein sollen. Eine Warenwirtschaft für den Modehandel überwacht dafür Mindestbestände je Größe und Farbe und schlägt Nachbestellungen automatisch vor, getrennt von der auslaufenden Saisonware.

Was ist Limitplanung?

Die Limitplanung legt vor der Order fest, wie viel Einkaufsbudget je Saison, Warengruppe und Lieferant zur Verfügung steht. Sie ist der Startpunkt der Prozesskette im Modehandel: Das Warenwirtschaftssystem rechnet bereits erfasste Vororder gegen das Limit, damit im Showroom nicht mehr geordert wird, als die Fläche verkaufen kann.

Brauche ich EDI im Modehandel?

EDI (elektronischer Datenaustausch) lohnt sich, sobald du regelmäßig bei Markenlieferanten orderst: Artikelstammdaten, EANs, Orders und Lieferscheine kommen dann digital ins System statt per Hand. Im deutschen Modehandel läuft dieser Austausch häufig gebündelt über ein Clearing-Center, an das viele Lieferanten und Händler angeschlossen sind. Ohne EDI kostet jede neue Kollektion Stunden an Tipparbeit.

Cloud oder lokale Installation: was passt zu wem?

Eine Cloud-Warenwirtschaft läuft im Browser, braucht keinen eigenen Server und ist von jedem Gerät erreichbar; eine lokale Installation hält alle Daten im eigenen Haus, verlangt aber eigene Wartung und Backups. Nach den öffentlich verfügbaren Angaben (Stand: Juli 2026) arbeiten advarics und Indigo browserbasiert in der Cloud, Ariston HIS::WIN, hiltes und prodress bieten beide Wege an, FashionLager und FEE-Software setzen auf lokal installierte Windows-Programme. DezemberHub läuft standardmäßig in der Cloud, auf Wunsch mit lokaler Datenhaltung, und die Kasse funktioniert auch offline weiter.

Was kostet eine Warenwirtschaft für den Modehandel?

Viele Anbieter nennen Konditionen nur auf Anfrage. Öffentlich belegte Preise gibt es zum Stand Juli 2026 von FashionLager (Einmalkauf, Basismodul 349 Euro zzgl. MwSt.), FEE-Software (Kassensoftware ab 39,90 Euro im Monat), hiltes (Miete ab 59 Euro im Monat), Indigo (Miete 159 Euro je User im Monat) und von DezemberHub: ab 50 € Grundgebühr im Monat plus 50 € je gleichzeitig laufender Kasse, Ersatzkassen sind kostenlos, monatlich kündbar. Filialzahl, Mitarbeiterzahl und Filialumsatz spielen bei DezemberHub keine Rolle.

Rechtlicher Hinweis

Alle genannten Marken-, Produkt- und Firmennamen sind Marken oder eingetragene Marken der jeweiligen Inhaber und werden hier ausschließlich zur Identifikation der genannten Produkte und Dienste verwendet. DezemberHub ist kein offizieller Nachfolger der genannten Systeme und tritt nicht in deren Namen auf. Alle Angaben zu Wettbewerbsprodukten stammen nach bestem Wissen aus öffentlich zugänglichen Quellen (Anbieter-Websites, Fachpresse, Registerdaten). Stand: Juli 2026. Irrtümer vorbehalten. Wenn dir eine Angabe unzutreffend oder nicht mehr aktuell erscheint, melde dich gern bei uns. Wir prüfen den Hinweis und korrigieren umgehend.

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