Warenwirtschaft für den Sportfachhandel: Der Ratgeber 2026

Vom Laufschuh in 46 Größenvarianten bis zur Sammelbestellung für den Fußballverein: Der Sportfachhandel stellt an seine Warenwirtschaft Anforderungen, die kaum eine andere Branche kennt. Dieser Ratgeber erklärt, welche Funktionen zählen und welche Systeme es am Markt gibt.

Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026 12 Min. Lesezeit Von DezemberHub Team

Eine Warenwirtschaft für den Sportfachhandel muss vier Besonderheiten beherrschen, die es in kaum einer anderen Handelsbranche gibt: Größenraster und Varianten über sehr unterschiedliche Sortimente, den Wechsel zwischen Sommer- und Wintersaison, das Teamsport- und Vereinsgeschäft sowie Services wie Skiwerkstatt und Verleih. Dieser Ratgeber erklärt die nötigen Funktionen, die Rolle von Verbundgruppen und EDI und gibt eine sachliche Marktübersicht.

Transparenz vorab

Dieser Ratgeber kommt von DezemberHub. Wir bieten selbst eine Warenwirtschaft für den Sport-, Schuh- und Modehandel an und tauchen deshalb auch in der Marktübersicht auf. Alle Angaben zu anderen Systemen stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen (Anbieter-Websites, Fachpresse) mit Stand Juli 2026 und sind entsprechend gekennzeichnet.

Was unterscheidet den Sportfachhandel von anderen Handelsbranchen?

Der Sportfachhandel vereint mehrere Geschäftsmodelle unter einem Dach: klassischen Einzelhandel mit Saisonware, Auftragsgeschäft mit Vereinen und Dienstleistungen wie Skiservice oder Besaitung. Dazu kommt eine ungewöhnlich breite Sortimentsstruktur, vom Laufschuh über das Trikot bis zum Ski. Eine Warenwirtschaft muss all das gleichzeitig abbilden.

Varianten in jeder Richtung

Schuhe in Erwachsenen- und Kindergrößen, Textilien von 116 bis 3XL, dazu Farben und Ausführungen: Aus einem Modell entstehen schnell dutzende Artikelvarianten, die einzeln geführt werden müssen.

Zwei Saisons pro Jahr

Im Frühjahr Laufen und Rad, im Herbst Ski und Halle: Sommer- und Wintersortimente wechseln sich ab, mit Vororder, Kollektionen, Abschriften und Restanten zum Saisonende.

Teamsport und Vereine

Ein Verein bestellt 25 Trikots mit Nummern, dazu Stutzen und Bälle. Dieses Auftragsgeschäft mit Sammelbestellungen und Sammelrechnungen gibt es so nur im Sporthandel.

Werkstatt, Service, Verleih

Skiservice, Besaitung, Montagen und teils Verleih oder Kurse: Dienstleistungen sind fester Teil des Geschäfts und müssen sauber erfasst und abgerechnet werden.

Hinzu kommt die starke Prägung durch Verbundgruppen wie INTERSPORT und SPORT 2000, die Einkauf, Zentralregulierung und Datenaustausch mitbestimmen. Dazu weiter unten mehr.

Welche Funktionen braucht eine Warenwirtschaft im Sportfachhandel?

Kern jeder Sport-Warenwirtschaft ist die Verwaltung von Artikelvarianten über Größenraster und eine Größen-Farben-Matrix, dazu Bestandssteuerung über Filialen, NOS-Automatik und Saisonverwaltung. Wie groß die Spannbreite bei Größen ist, zeigt eine Zahl des Anbieters HIS: Das System verwaltet laut Ariston Informatik bis zu 999 Größenraster mit je 40 Größen (Quelle: aristoninformatik.com, abgerufen: Juli 2026).

  • Größenraster und Größen-Farben-Matrix: Ein Modell, viele Varianten aus Größe, Farbe und Ausführung. Bestände, Verkäufe und Nachbestellungen laufen je Variante, nicht je Modell.
  • NOS-Steuerung (Never out of Stock): Dauerläufer wie Pflegemittel, Socken oder Standard-Bälle werden automatisch nachbestellt, sobald der Meldebestand erreicht ist. Das vermeidet Leerverkäufe im Grundsortiment.
  • Saisonverwaltung: Saisonartikel und Kollektionen mit Vororder, geplanten Abschriften und Auswertungen je Saison, damit Winterware nicht im Mai das Lager blockiert.
  • Filialsteuerung und Umlagerung: Bestandsabgleich über alle Standorte in Echtzeit, Umlagerungen zwischen Filialen und ein Blick auf Filialbestände direkt am Verkaufstresen.
  • Kasse, Barcode und Inventur: Eine integrierte Kasse, die Verkäufe in Echtzeit in der Warenwirtschaft verbucht, dazu Barcode-Etiketten und eine gestützte Inventur.
  • Multichannel-Anbindung: Onlineshop und Marktplätze verkaufen aus demselben Bestand wie der Laden, ohne doppelte Artikelpflege und ohne manuelle Bestandsabgleiche.

Wie bildet eine Warenwirtschaft Teamsport und Vereinsgeschäft ab?

Das Vereinsgeschäft läuft als Auftragskette: Angebot, Auftragsbestätigung, Lieferschein, Rechnung. Eine Sport-Warenwirtschaft erfasst die Sammelbestellung eines Vereins als einen Vorgang mit Größen und Mengen je Spieler und behält den Lieferstatus jeder Position im Blick. Ohne diese Funktionen wird das Vereinsgeschäft schnell zur Zettelwirtschaft neben dem System.

Typische Anforderungen aus der Praxis: Trikotsätze mit Nummern und Initialen, Teillieferungen über mehrere Wochen, Sonderkonditionen für Vereine und am Ende eine Sammelrechnung oder die Abrechnung je Spieler. Wie zentral das Thema in der Branche ist, zeigt sich auch bei den Anbietern: Intelligix führt die Teamsport-Abwicklung bis in den Seitentitel seiner Sportfachhandels-Seite und nennt dort mehrere Teamsport-Fachhändler als Referenzkunden (Quelle: intelligix.de, abgerufen: Juli 2026). Auch IPOS beschreibt den Teamsport-Ablauf entlang der Kette von Angebot bis Rechnung (Quelle: ebg-data.de, abgerufen: Juli 2026).

So löst es DezemberHub

In DezemberHub erfasst du eine Vereins-Sammelbestellung als einen Vorgang, mit Größen je Spieler, Sammelrechnung und klarem Status, was schon geliefert ist und was noch offen steht. Details zeigt die Branchenseite für den Sportfachhandel.

Zur Branchenseite Sportfachhandel →

Welche Rolle spielen Verbundgruppen wie INTERSPORT und SPORT 2000?

Verbundgruppen prägen im deutschen Sportfachhandel den Einkauf, die Abrechnung und den Datenaustausch. Über die Zentralregulierung rechnet der Händler viele Lieferantenrechnungen gebündelt über den Verband ab, und über Verbands-EDI und Clearing-Center fließen Artikeldaten, Bestellungen und Rechnungen elektronisch. Eine Warenwirtschaft für den Sportfachhandel muss diese Prozesse unterstützen.

Wie eng Systeme und Verbände verzahnt sein können, zeigt IPOS von EBG Data: Der Anbieter beschreibt auf seiner Website ein gemeinsames NOS-Programm mit SPORT 2000, den Multichannel-Verkauf über sport2000.de ohne eigenen Webshop und die Präsenz auf SPORT-2000-Verbandsmessen (Quelle: ebg-data.de, abgerufen: Juli 2026). Intelligix nennt Intersport und Sport 2000 als Partner (Quelle: intelligix.de, abgerufen: Juli 2026).

INTERSPORT geht noch einen Schritt weiter: Die Verbundgruppe baut laut einem Bericht des Fachmediums stores+shops künftig auf die eigenentwickelte Warenwirtschaft INTERSYS 8.0 (Quelle: stores-shops.de, abgerufen: Juli 2026). Für Händler stellt sich damit die Frage, ob sie ein verbandseigenes oder ein unabhängiges System nutzen wollen. Beides ist möglich, entscheidend ist, dass die Verbands-Prozesse wie Zentralregulierung und EDI sauber laufen.

Wie laufen EDI und Datenaustausch mit Lieferanten?

EDI (elektronischer Datenaustausch) ersetzt im Sporthandel Fax und PDF durch strukturierte Nachrichten im EDIFACT-Standard. Artikeldaten kommen als Pricat-Kataloge, Bestellungen und Rückmeldungen laufen als definierte Nachrichtentypen, oft über ein Clearing-Center als Drehscheibe zwischen Händler, Verband und Lieferant. IPOS nennt die Nachrichtentypen ORDERS, ORDRSP und DESADV ausdrücklich auf seiner Sportfachhandels-Seite (Quelle: ebg-data.de, abgerufen: Juli 2026).

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EDI-Nachricht Bedeutung
PRICAT Preis- und Artikelkatalog des Lieferanten, Grundlage für die Artikelanlage
ORDERS Bestellung des Händlers an den Lieferanten
ORDRSP Bestellbestätigung des Lieferanten, inklusive Abweichungen
DESADV Lieferavis: kündigt die Lieferung an und beschleunigt den Wareneingang

Dazu kommt der FEDAS-Warengruppenschlüssel als verbreitete Systematik, um Sportartikel einheitlich Warengruppen zuzuordnen; TriSports nennt ihn als Grundlage seiner Warengruppen (Quelle: tri-data.de, abgerufen: Juli 2026). Bei DezemberHub kommen Stammdaten und EANs der Lieferanten automatisch über den ECC ins System, sodass die Artikelanlage auch bei Sortimenten mit vielen Marken kurz bleibt.

Was muss die Kasse im Sportgeschäft leisten?

Die Kasse muss in Deutschland seit Jahren eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) nach Kassensicherungsverordnung haben, das ist die gesetzliche Basis. Im Sportgeschäft kommen fachliche Anforderungen dazu: Varianten mit Größe und Farbe direkt am Bon, Gutscheine, Umtausch und Retouren sowie Saisonrabatte und Aktionen. Und sie sollte Verkäufe in Echtzeit in der Warenwirtschaft verbuchen, damit Filial- und Online-Bestände stimmen.

  • TSE und Konformität: Zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung, saubere Belege und geordnete Kassendaten für die Prüfung.
  • Varianten am Tresen: Größe und Farbe werden beim Kassieren eindeutig erfasst, damit der Bestand je Variante stimmt und die Nachorder auf echten Zahlen beruht.
  • Gutscheine, Umtausch, Aktionen: Saisonrabatte, Umtausch nach Weihnachten und Vereinskonditionen sind Alltag und müssen saubere Vorgänge sein, keine Notlösungen.
  • Offline-Fähigkeit: Fällt das Internet aus, muss die Kasse weiter kassieren. Die Kasse von DezemberHub ist TSE-konform, offline-fähig und bucht Bestände in Echtzeit.

Wie lassen sich Werkstatt, Skiservice und Verleih integrieren?

Dienstleistungen gehören im Sportfachhandel zum Geschäftsmodell, deshalb sollten sie im selben System laufen wie die Ware. Das reicht von der einfachen Serviceposition auf dem Bon bis zu eigenen Modulen für Werkstattaufträge, Vermietung und Kursverwaltung. Welche Tiefe nötig ist, hängt vom Profil des Geschäfts ab: Ein Skigebiets-Händler mit Verleihflotte braucht mehr als ein Teamsport-Geschäft in der Stadt.

Die Bandbreite am Markt ist entsprechend groß: TriSports positioniert Werkstattauftrag und Werkstattmanagement als zentrales Merkmal und bietet Vermietung für Ski- und Equipment-Verleih (Quelle: tri-data.de, abgerufen: Juli 2026). store.guru gliedert seine Module unter anderem in Kasse, Kursverwaltung, Vermietung, Reparaturen und Reiseverwaltung (Quelle: store.guru, abgerufen: Juli 2026). In DezemberHub lassen sich Serviceleistungen wie Skiservice, Besaitung oder Montagen als eigene Positionen erfassen und über Kasse oder Rechnung abrechnen; ein eigenes Verleih-Modul gehört nicht zum Funktionsumfang.

Welche Warenwirtschaftssysteme gibt es für den Sportfachhandel?

Am Markt gibt es spezialisierte Branchensysteme, branchenübergreifende Warenwirtschaften mit Sport-Ausrichtung und eine verbandseigene Entwicklung. Die folgende Tabelle und die Steckbriefe sind alphabetisch sortiert, bewerten nicht und beruhen ausschließlich auf öffentlich zugänglichen Angaben der Anbieter und der Fachpresse.

Stand: Juli 2026. Funktionsumfänge und Konditionen können sich ändern; verbindlich sind allein die Angaben des jeweiligen Anbieters.

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System Fokus laut Anbieter Architektur Preise
DezemberHub (unser System) Schuhe, Mode, Sport (DACH) Cloud, auf Wunsch lokale Datenhaltung, Kasse offline-fähig Öffentlich: ab 50 € plus 50 € je Kasse, monatlich kündbar
HIS (Ariston Informatik) Größenbezogener modischer Einzelhandel, darunter Sporthandel Lokale Installation im Windows-Netzwerk oder Cloud-Variante HIS::ASP Keine Angabe auf der Website
Intelligix netix Modehandel, Sportfachhandel, Kaufhäuser, Fachhandel Cloud (modulare Suite), Kasse optional on-premise Keine Angabe auf der Website
IPOS (EBG Data) Sportfachhandel, enge Anbindung an SPORT 2000 und ANWR GROUP Keine belegte Angabe Keine belegte Angabe
store.guru (MADLAB) Sportfachhandel, Anbieter aus der Schweiz Cloudbasiertes POS-System Keine Angabe auf der Website
TriSports (Tri-Data) Sport-Fachhandel inklusive Werkstatt und Vermietung Lokal oder Cloud-Server, Mietversion auf Cloud-Server Öffentlich: Miete 139,90 € plus 49,90 € Service im Monat oder Kauf 2.499 € einmalig, zzgl. MwSt.
VARIO Branchenübergreifend, eigene Branchenlösung Sportartikel Cloud-ERP Öffentlich: Core ab 99 € im Monat je Nutzer, Marktplatz-Anbindungen gegen Aufpreis

DezemberHub (unser eigenes System)

DezemberHub ist die Warenwirtschaft mit Kasse und KI-Assistent für den Schuh-, Mode- und Sporthandel im DACH-Raum. Für den Sportfachhandel bringt es Größenläufe für Erwachsene und Kinder in einem Modell, Sommer- und Wintersortimente mit Vororder und Abschriften, Vereins-Sammelbestellungen mit Größen je Spieler und die Abrechnung von Serviceleistungen wie Skiservice oder Besaitung mit. Die Kasse ist TSE-konform und offline-fähig, Stammdaten und EANs kommen automatisch über den ECC.

Der Preis ist öffentlich: ab 50 € Grundgebühr im Monat plus 50 € je gleichzeitig laufender Kasse, Ersatzkassen sind kostenlos, monatlich kündbar. Der Online-Verkauf über Amazon, eBay, Otto und weitere Kanäle ist ein optionaler, nutzungsbasierter Zusatzbaustein mit Angebot auf Anfrage.

HIS (Ariston Informatik)

HIS von Ariston Informatik ist eine Warenwirtschaft für den größenbezogenen modischen Einzelhandel mit einer eigenen Branchenlösung für den Sporthandel. Der Anbieter gehört zur Brandt-Gruppe, nennt nach eigenen Angaben über 30 Jahre Erfahrung und seit 1986 über 1.000 installierte HIS-Lizenzen; das Kassensystem HIS::POS ist nach Anbieterangaben über 1.400 Mal installiert. HIS läuft wahlweise lokal im Windows-Netzwerk oder als Cloud-Variante HIS::ASP aus dem Rechenzentrum des Anbieters und bindet Marktplätze wie Amazon, eBay und schuhe.de an. Zu Preisen macht die Website keine Angabe. (Quelle: aristoninformatik.com, abgerufen: Juli 2026)

Für den Sporthandel verwaltet HIS Artikel nach Größen, Farben und Längen, als Größenordnung nennt der Anbieter bis zu 999 Größenraster mit je 40 Größen, dazu die Sortierung nach Kollektionen und Saisonartikeln. Für spezialisierte Teamsport-Händler mit Vereinsaufträgen und Beflockung verweist Ariston auf das Produkt BITS aus der eigenen Unternehmensgruppe; eine Partnerschaft mit Zalando Connected Retail oder eine Nennung von Verbundgruppen wie Intersport ist auf der Sporthandel-Seite nicht belegt. (Quelle: aristoninformatik.com, abgerufen: Juli 2026)

Beim elektronischen Datenaustausch im Schuhhandel zählt sich Ariston selbst zu den Stammvätern des Systems. HIS bietet NOS-Funktionen mit automatischer Nachbestellung bei Unterschreitung von Mindestbeständen via EDI sowie Anbindungen an Clearing-Center wie ANWR DCC, ECC, BTE und Sport 2000 Clearing. (Quelle: aristoninformatik.com, abgerufen: Juli 2026)

Intelligix netix

netix retail ist die Warenwirtschaft der modularen netix ERP-Suite der Intelligix IT-Services GmbH, die zur YUVENDA-Gruppe gehört und nach eigenen Angaben seit 1996 für Softwarelösungen im Einzelhandel steht; über 2.000 Einzelhandelsobjekte nutzen die Lösung laut Anbieter. Als Zielgruppen nennt der Anbieter Modehandel, Sportfachhandel, Kaufhäuser und Fachhandel. (Quelle: intelligix.de, abgerufen: Juli 2026)

Die Suite ist cloudbasiert mit API-first-Architektur, das Hosting erfolgt nach Anbieterangaben DSGVO-konform auf Servern in Deutschland, die Kasse ist optional auch on-premise verfügbar. Für den Sportfachhandel stellt der Anbieter die Teamsport-Abwicklung bis in den Seitentitel heraus und nennt EDI-Datenaustausch und Pricats mit Einkaufsverbänden, ein integriertes Kassensystem, Store- und Logistik-Apps sowie CRM-, Fibu- und BI-Module; als Referenzkunden führt er Teamsport-Fachhändler wie Teamshop 89 Künzelsau, Teamsport Rhein-Main und Kabine 38 Teamsport Erfurt an. Öffentliche Preise sind auf der Website nicht auffindbar. (Quelle: intelligix.de, abgerufen: Juli 2026)

Auf der Schnittstellenseite listet Intelligix als Einkaufsverbände EK/servicegroup, Intersport, KATAG, SPORT 2000, Unitex und Vedes, als Marktplatz-Integrationen unter anderem Zalando (Connected Retail), Amazon, eBay und Kaufland sowie als EDI-Partner das BTE Clearing-Center und das European-Clearing-Center, dazu die Branchenplattform Fashion Cloud. (Quelle: intelligix.de, abgerufen: Juli 2026)

IPOS (EBG Data)

IPOS von EBG Data ist eine Warenwirtschaft mit Kasse, die unter anderem den Sportfachhandel adressiert. Der Anbieter beschreibt eine enge Anbindung an SPORT 2000 und die ANWR GROUP, darunter ein gemeinsames NOS-Programm mit SPORT 2000, Multichannel-Verkauf über sport2000.de ohne eigenen Webshop und Präsenz auf SPORT-2000-Verbandsmessen. Beim Teamsport beschreibt IPOS den Ablauf von Angebot über Auftragsbestätigung und Lieferschein bis zur Rechnung, beim EDI die Nachrichtentypen ORDERS, ORDRSP und DESADV (Quelle: ebg-data.de, abgerufen: Juli 2026).

Zur Einordnung: IPOS ist in dieser Übersicht Wettbewerber und zugleich Integrationspartner. Der DezemberHub Connector bindet IPOS an allgemeine Marktplätze wie Amazon, eBay und OTTO an, während die bestehenden IPOS-Anbindungen aktiv bleiben.

Zur IPOS-Integrationsseite von DezemberHub →

store.guru (MADLAB)

store.guru positioniert sich als ERP für den Sportfachhandel und wird von der MADLAB GmbH aus Wabern bei Bern in der Schweiz entwickelt. Das System wird als cloudbasiertes POS-System beschrieben, das sich mit bestehender Hardware koppeln lässt; zum Funktionsumfang zählen laut Website Kasse mit Karten-, Bar-, Gutschein- und Rechnungszahlung, Produkt- und Lagerverwaltung mit Bestandsabfrage, Kundenverwaltung mit Rabattgruppen sowie Kurs-, Vermietungs-, Reparatur- und Reiseverwaltung. Preise nennt die Website nicht; zu Größen- und Farbenverwaltung, NOS, EDI, Verbands- oder Marktplatzanbindungen ist keine Angabe auf der Website auffindbar. (Quelle: store.guru, abgerufen: Juli 2026)

Das öffentliche Changelog dokumentiert Produktversionen seit Februar 2021 und nennt eine Shop-API zur Online-Shop-Anbindung sowie einen automatisierten Zahlungsabgleich über die Schweizer Bankformate camt.054 und BESR, was auf einen Schwerpunkt im Schweizer Markt hindeutet. (Quelle: store.guru, abgerufen: Juli 2026)

TriSports (Tri-Data)

TriSports ist die Warenwirtschafts-Profiversion der Tridata GmbH aus Nürnberg, die auf ihrer Startseite mit Kompetenz und Erfahrung seit über 20 Jahren wirbt. Die Produktseite positioniert Werkstattauftrag und Werkstattmanagement als zentrales Merkmal und nennt eine Vermietungsverwaltung für den Ski- und Equipment-Verleih sowie Unterstützung beim FEDAS-Warengruppenschlüssel; daneben gibt es mit TriCash Sports eine Kassensoftware mit integrierter Werkstattauftragsverwaltung. (Quelle: tri-data.de, abgerufen: Juli 2026)

Die Funktionsübersicht führt unter anderem Größen- und Farbenverwaltung, Filialverwaltung, Scannerinventur, ein GoBD-konformes und RKSV-zertifiziertes Kassenmodul und die Online-Shop-Schnittstelle TriCon auf; zu Verbandsanbindungen, Marktplatz-Partnerschaften, NOS oder EDI ist dort keine Angabe auf der Website auffindbar. (Quelle: tri-data.de, abgerufen: Juli 2026)

Auffällig ist die hohe Preistransparenz: TriSports kostet in der Mietversion 139,90 € pro Monat (Basislizenz) zzgl. 49,90 € Service, in der Kaufversion einmalig 2.499 €, jeweils zzgl. MwSt. und mit einem Servicevertrag über 24 Monate Mindestlaufzeit; TriCash Sports gibt es für 59,90 € pro Monat zzgl. 29,90 € Service oder einmalig 899 €. Betrieben wird das System wahlweise lokal oder auf einem Cloud-Server, die Mietversion nutzt einen Cloud-Server. (Quelle: tri-data.de, abgerufen: Juli 2026)

VARIO

VARIO ist ein branchenübergreifendes Cloud-ERP der VARIO Software-Entwicklungs AG aus Neuwied am Rhein, einem 1994 gegründeten Familienunternehmen mit rund 90 Mitarbeitenden; nach Anbieterangaben vertrauen mehr als 1.000 mittelständische Unternehmen auf das System. (Quelle: vario-software.de, abgerufen: Juli 2026)

Den Sporthandel adressiert VARIO mit einer eigenen Branchenlösung für Sportartikel-Einzelhandel, Großhandel und E-Commerce: Der Anbieter nennt eine durchgängige Farben- und Größen-Matrix von Angebot über Bestellung und Wareneingang bis zur Fakturierung, EDI nach EDIFACT-Standard und einen Kassenverkauf im Ladengeschäft. Sport-spezifische Module wie Werkstatt oder Verleih nennt die Branchenseite nicht als Schwerpunkt; Partnerschaften mit Sport-Verbundgruppen wie Intersport oder Sport 2000 sind dort ebenfalls nicht belegt. (Quelle: vario-software.de, abgerufen: Juli 2026)

Die Preise sind öffentlich: Core ab 99 €, Plus ab 299 € und Enterprise ab 599 € pro Monat, je ein Nutzer inklusive, weitere Nutzer 49 € pro Monat, 20 Prozent Rabatt bei jährlicher Zahlung; Marktplatz- und Shop-Anbindungen kosten zusätzlich, etwa Amazon 159 €, eBay 99 € oder Shopware und Shopify je 79 € pro Monat. (Quelle: vario-software.de, abgerufen: Juli 2026) Eigene Schnittstellen bietet VARIO zu Amazon, eBay, OTTO und Kaufland Global Marketplace; Plattformen wie Zalando lassen sich laut Anbieter nicht direkt, sondern über die Drittanbieter-Schnittstelle Channel Pilot Pro anbinden. (Quelle: vario-software.de, abgerufen: Juli 2026)

Eine Sonderrolle nimmt INTERSYS 8.0 ein: Die Verbundgruppe INTERSPORT baut laut einem Bericht des Fachmediums stores+shops künftig auf diese eigenentwickelte Warenwirtschaft (Quelle: stores-shops.de, abgerufen: Juli 2026). Sie ist keine frei am Markt angebotene Software wie die übrigen Systeme dieser Übersicht.

Worauf sollten Sporthändler beim Systemwechsel achten?

Die drei wichtigsten Punkte sind die Datenübernahme, der Zeitpunkt und der Parallelbetrieb. Artikel, Bestände und Kundendaten müssen vollständig ins neue System, der Wechsel liegt idealerweise zwischen den Saisons, und das neue System sollte eine Zeit lang neben dem alten laufen, bevor du endgültig umschaltest.

  • Datenübernahme klären: Artikel mit Größenrastern, Bestände je Variante und Filiale sowie Kundendaten inklusive Vereinskonten gehören in den Umzug. Frag konkret nach, was der neue Anbieter übernimmt.
  • Verbands-Prozesse prüfen: Zentralregulierung, EDI-Anbindungen und die Übernahme von Artikeldaten müssen im neuen System weiterlaufen, bevor du das alte abschaltest.
  • Saisonfenster nutzen: Zwischen Winter- und Sommersaison ist der Bestand am niedrigsten und das Team hat Luft. Das ist der beste Zeitraum für Inventur und Umstieg.
  • Parallel testen statt hart umschalten: DezemberHub übernimmt Artikel, Bestände und Kundendaten aus den gängigen Branchen-Systemen und läuft zuerst parallel zu deinem alten System. Du schaltest um, wenn alles passt, und kannst 30 Tage kostenlos testen, ohne Zahlungsdaten und ohne automatische Verlängerung.

Häufige Fragen zur Warenwirtschaft im Sportfachhandel

Was unterscheidet eine Warenwirtschaft für den Sportfachhandel von einer Standard-Warenwirtschaft?

Vor allem vier Dinge: Varianten mit Größenrastern über sehr unterschiedliche Sortimente, Saisonsteuerung zwischen Sommer- und Winterware, das Teamsport- und Vereinsgeschäft mit Sammelbestellungen sowie Services wie Skiwerkstatt oder Verleih. Eine Standard-Warenwirtschaft kennt diese Abläufe in der Regel nicht als eingebaute Prozesse.

Was ist der FEDAS-Warengruppenschlüssel?

Der FEDAS-Warengruppenschlüssel ist eine in der Sportbranche verbreitete, einheitliche Systematik, um Artikel Warengruppen zuzuordnen. Sie sorgt dafür, dass Statistiken, Datenaustausch und Vergleiche über Händler und Lieferanten hinweg auf denselben Warengruppen beruhen. Branchensysteme wie TriSports nennen den Schlüssel ausdrücklich als Grundlage ihrer Warengruppen.

Muss ich als Mitglied einer Verbundgruppe eine bestimmte Warenwirtschaft nutzen?

Grundsätzlich wählst du dein System selbst. Wichtig ist, dass die Warenwirtschaft die Prozesse deiner Verbundgruppe unterstützt, also Zentralregulierung, den Datenaustausch per EDI und die Übernahme von Artikeldaten aus Katalogen. Kläre vor der Entscheidung, welche Schnittstellen dein Verband voraussetzt.

Kann DezemberHub Vereins-Sammelbestellungen abbilden?

Ja. Eine Vereinsbestellung wird als ein Vorgang erfasst, mit Größen und Mengen je Spieler und Position. Du siehst jederzeit, was geliefert und was offen ist, und rechnest am Ende gesammelt ab. Auch Serviceleistungen wie Skiservice, Besaitung oder Montagen lassen sich als eigene Positionen abrechnen.

Was kostet eine Warenwirtschaft für ein Sportgeschäft?

Die Preismodelle unterscheiden sich je Anbieter, verbindlich sind allein dessen Angaben. Öffentlich belegte Preise nennen zum Stand Juli 2026 zum Beispiel TriSports (Mietversion 139,90 € im Monat zzgl. 49,90 € Service oder Kauf einmalig 2.499 €, jeweils zzgl. MwSt.) und VARIO (Core ab 99 € im Monat je Nutzer). DezemberHub nennt seinen Preis ebenfalls öffentlich: ab 50 € Grundgebühr im Monat plus 50 € je gleichzeitig laufender Kasse, Ersatzkassen sind kostenlos, monatlich kündbar. Der Online-Verkauf ist ein optionaler, nutzungsbasierter Zusatzbaustein mit Angebot auf Anfrage.

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Rechtlicher Hinweis

Alle genannten Marken-, Produkt- und Firmennamen sind Marken oder eingetragene Marken der jeweiligen Inhaber und werden hier ausschließlich zur Identifikation der genannten Produkte und Dienste verwendet. DezemberHub ist kein offizieller Nachfolger der genannten Systeme und tritt nicht in deren Namen auf. Alle Angaben zu Wettbewerbsprodukten stammen nach bestem Wissen aus öffentlich zugänglichen Quellen (Anbieter-Websites, Fachpresse, Registerdaten). Stand: Juli 2026. Irrtümer vorbehalten. Wenn dir eine Angabe unzutreffend oder nicht mehr aktuell erscheint, melde dich gern bei uns. Wir prüfen den Hinweis und korrigieren umgehend.

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